Pflegekräfte aus dem Ausland

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Pflegekräfte aus dem Ausland

Pflegekräfte aus dem Ausland

Immer mehr Krankenhäuser in Deutschland benötigen für die Krankenpflege Personal aus dem Ausland! Der Mangel an Pflegepersonal wird mit der erwarteten Zunahme an Pflegebedürftigen das Problem noch verschlimmern. Mit dieser Problematik wendet sich die Deutsche Krankenhaus Gesellschaft an die Öffentlichkeit

Allgemeine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage   

Das aktuelle „Krankenhaus Barometer“ (2019) spricht von einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage für die Krankenhäuser in Deutschland. 40 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten haben 2018 Verluste geschrieben. Das Jahresergebnis 2018 ist im Vergleich zu 2017 um 52 Prozent gesunken. Ein großes Problem ist die Auswirkung des Pflegekräftemangels auf betreuungssensitive Bereiche wie Intensivstationen. Für diese gelten seit 2019 verbindliche Personaluntergrenzen, die nur in Ausnahmefällen unterschritten werden dürfen, z.B. bei plötzlich stark erhöhten Erkrankungszahlen des Personals. Um die Personaluntergrenzen einhalten zu können, sehen sich Krankenhäuser teilweise gezwungen, die Bettenanzahl in diesen Bereichen zu reduzieren und weniger Patienten zu behandeln.

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Personalsicherung als zentrale Herausforderung

Was sich in vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft zu einem immer größer werdenden Problem entwickelt, spielt auch im Pflegebereich eine große Rolle: Es ist die Personalsicherung mit Fachkräften aus dem Pflegebereich, die sich in deutschen Krankenhäusern zu einer zentralen Herausforderung entwickelt. Über 25 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser beschäftigen bereits Pflegekräfte aus dem Ausland. Laut Pflegepersonal-Stärkungsgesetz sollen 2020 die Pflegekosten aus den Fallpauschalen ausgegliedert und zusätzliche Pflegestellen vollständig refinanziert werden. Das ermöglicht den Krankenhäusern einen größeren fianziellen Spielraum beim Ausbau der Pflegestellen.

Aufwertung des Pflegeberufs ist sinnvoll          

Um dieser zukünftigen Bedarfssteigerung sinnvoll entgegen zu wirken macht es Sinn, den Pflegeberuf aufzuwerten. Seit 01. Januar 2020 wurde die Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Ausbildungsgang zusammengefasst. Die generalistische Pflegeausbildung ermöglicht eine berufliche Tätigkeit in allen Pflegebereichen. Die Pflegefachfrau beziehungsweise der Pflegefachmann, so die Berufsbezeichnung, erhält außerdem die Möglichkeit einer beruflichen Weiterentwicklung. Zusätzlich wird ein akademisches Pflegestudium entwickelt. Diese Reform steigert gezielt die Attraktivität und Qualität des Pflegeberufs. Gerade diese Reform wird für den Pflegeberuf eine Ansehensverbesserung in der Berufswelt bedeuten und eine potentielle Verunsicherung ausschließen.

Pflegekräfte fehlen überall

Was für Krankenhäuser gilt, ist auch ein großes Problem in der Altenpflege. Während in einem Großteil der Berufswelt die ausländische Konkurrenz nicht gern gesehen ist, wird sie bei der Pflege grundsätzlich händeringend gesucht. In Seniorenpflegeeinrichtungen ist der Anteil ausländischer Pflegekräfte geringer als in Krankenhäusern. Es ist hier die Bürokratie, sowie der zeitliche und finanzielle Aufwand für die Personalsuche im Ausland, der viele Unternehmen davon abhält. Zwei Drittel der Altenpflege-Unternehmen wünschen sich den Abbau rechtlicher Hürden und bessere Angebote an Kursen zur Integrationshilfe ausländischer Fachkräfte.

Die Größe der Personalabteilung entscheidet

Die Schwierigkeit der Bürokratie bei der Suche nach ausländischen Pflegekräften macht es für größere Unternehmen im Pflegebereich einfacher. Aus der Unternehmensgröße und der damit zusammenhängenden Professionalität der Personalabteilung ergibt sich der Erfolg bei der Suche von Arbeitnehmern im Ausland. Dies ist auch der Grund für ambulante Pflegedienste, sich bei der Pflegekraftsuche im Ausland zurückzuhalten.

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Spanien als wichtigstes Land für die Fachkraftsuche

Spanien ist für deutsche Pflegebetriebe das beliebteste Land bei der Suche nach Pflegekräften jeglicher Art. Ganze 61 Prozent der Arbeitnehmer für den Pflegebereich werden aus diesem Land rekrutiert. Mit 19 Prozent folgt Polen und mit 16 Prozent folgt Kroatien. Pflegeunternehmen, die ihre Arbeitnehmer nicht innerhalb der Europäischen Union suchen, greifen zurück auf Fachpersonal aus Ländern in Osteuropa, wie Bosnien-Herzegowina, Russland oder der Ukraine. Auch aus asiatischen Ländern wie China oder den Philippinen kommt ein geringer Anteil der Pflegekräfte.

Zufriedenheit mit Mitarbeitern aus dem Ausland

Befragt nach der Zusammenarbeit mit Mitarbeitern aus dem Ausland herrscht bei 60 Prozent eine große bis sehr große Zufriedenheit bei Arbeitgebern und Kollegen. Besonders die Einsatzbereitschaft der ausländischen Pflegekräfte ist es, welche immer wieder hervor gehoben wird. Diese wird meist sogar höher eingeschätzt als bei deren deutschen Kollegen. Einzig die Erfahrung in der Praxis ist es, die die ausländischen Mitarbeiter nicht immer vorweisen können.

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