Pflegekräfte aus Osteuropa und ihre Finanzierung

Pflegekräfte aus Osteuropa und ihre Finanzierung

Pflegekräfte aus Osteuropa und ihre Finanzierung

Pflegekräfte aus Osteuropa und ihre Finanzierung

Pflegekräfte aus Osteuropa sind eine wertvolle Alternative zu Pflegeheimen und Pflegediensten. Diese Art der häuslichen Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen wird immer populärer. Pflegekräfte aus Osteuropa sind nicht nur als Pflegekraft im Einsatz. Sie sind 24 Stunden anwesend und sind zusätzlich persönliche Seniorenbetreuer und Haushaltshilfe.

Wichtig und wertvoll ist diese Art der 24-Stunden-Betreuung bei demenzkranken Patienten.

Jeder Patient oder unterhaltspflichtige Angehörige, der eine Versorgung durch Pflegekräfte aus Osteuropa (Polen, Tschechen, etc.) ins Auge fasst, hat natürlich eine wichtige Frage:

Wie können Pflegekräfte aus Osteuropa finanziert werden?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen vorab verschiedene Modelle für Pflegekräfte aus Osteuropa vorgestellt werden.

  • Es gibt Pflegekräfte aus Osteuropa, welche nicht als Arbeitnehmer arbeiten. Selbständige Pflegekräfte haben einen Nachteil. Es kann sich hier um eine Scheinselbständigkeit handeln. Dann ist das Beschäftigungsverhältnis illegal.
  • Wird die Pflegekraft auf eigene Verantwortung angestellt, sind Sie der Arbeitgeber. Sämtliche Formalitäten, die zur Abwicklung eines Beschäftigungsverhältnisses gehören, müssen von Ihnen als Arbeitgeber erledigt werden. Hierzu gehören sämtliche Abgaben und Steuern, sowie alle Verträge. Werden Pflegekräfte selbst angestellt, ist es wichtig, alles im Rahmen der geltenden Gesetze abzuwickeln.
  • Der einfachste und sicherste Weg ist es, Pflegekräfte aus Osteuropa über eine Vermittlungsagentur zu engagieren. Die Arbeitgeber-Pflichten und –Risiken tragen somit nicht Sie, sondern die vermittelnde Agentur. Sämtliche Aufgaben, vom Krankengeld, der Urlaubsvertretung bis zu den Sozialabgaben sind in den Händen der Vermittlungsagentur. Wichtig für Sie ist hier der Nachweis, dass die Pflegekräfte von der Agentur legal angestellt sind.

Pflegekräfte aus Osteuropa und ihre Finanzierung 

Was kosten Pflegekräfte aus Osteuropa für den Auftraggeber?

Hier verhält es sich wie in jeder Branche. Mit der Qualifikation, dem Können der Pflegekräfte, steigt auch der Preis. Qualität und Umfang der Fachkenntnisse sind hier ein wichtiger Punkt. Die Sprach- und Kommunikations-Möglichkeiten spielen hier ebenso eine wichtig Rolle. Auch ist der Führerschein-Besitz der Pflegekräfte relevant und natürlich die Erfahrung in der Pflege. Je umfangreicher und hochwertiger Ausbildung und Erfahrung vorhanden ist, desto höher steigen die Kosten für Pflegekräfte aus Osteuropa.

Der monatliche Preis für Pflegekräfte aus Osteuropa bewegt sich zwischen 1.600 und 2.500 Euro. Ein Vergleich zwischen mehreren Vermittlungsagenturen und mehrere Angebote zu unterschiedlichen Qualifikationen sind hier sinnvoll. Lassen Sie sich bei der Auswahl genügend Zeit. Berücksichtigen Sie wirklich nur die Qualifikationen, die wirklich benötigt werden. Somit vermeiden Sie unnötige Monatskosten, die sich im Laufe des Jahres summieren. Nicht zuletzt geht es bei diesem Kostenniveau um die Frage:

Welche Finanzierungsmöglichkeit gibt es für Pflegekräfte aus Osteuropa?

Hier geht es ausschließlich um Pflegekräfte aus Osteuropa, die über eine Agentur vermittelt wurden. Diese Form der Anstellung ist schlichtweg die einfachste und sicherste.

Pflegekräfte aus Osteuropa werden über Pflegegeld finanziert:

Pflegebedürftigkeit, die rechtlich anerkannt ist, wird bekanntlich über sogenannte Pflegestufen geregelt. Das daraus berechnete Pflegegeld steht Ihnen für die Finanzierung der Pflegekräfte aus Osteuropa zur Verfügung. Im Unterschied zum Einsatz von Pflegediensten können hier nicht die Pflegesachleistungen berücksichtigt werden.

Ist die Pflege der Pflegekräfte aus Osteuropa nicht ausreichend, benötigen Sie zusätzlich den Einsatz eines Pflegedienstes, so bleibt Ihnen nur ein kleiner Anteil des Pflegegeldes übrig. Der Pflegegeldrechner informiert Sie hier über die Aufteilung.

Welche Pflegesachleistungen Ihnen in welcher Pflegestufe zur Verfügung stehen, finden Sie im Internet unter „neue Pflegeleistungen ab 2015“.

Pflegekräfte aus Osteuropa ohne Pflegedienst – ein Rechenbeispiel

Bei Pflegestufe II hat Frau X einen Anspruch auf 458 Euro Pflegegeld bzw. 1144 Euro Pflegesachleistung. Eine osteuropäische Pflegekraft, die für ihre Betreuung benötigt werden wird, wird mit einem monatlichen Preis von 1.900 Euro berechnet.

Ohne Pflegedienst wird Frau X 458 Euro Pflegegeld erhalten. Dementsprechend ergibt sich folgende Rechnung:

 Kosten für Pflegekraft 1.900 Euro
 ./. Pflegegeld  ./.    458 Euro
Eigenanteil für die Pflege von Herrn X1.442 Euro

 

Pflegekräfte aus Osteuropa und Pflegedienst (Kombinationsleistung):

Wird Frau X gleichzeitig von einem Pflegedienst betreut, verringert sich das Pflegegeld prozentual. Der Pflegedienst kostet sie monatlich 800,80 Euro. Mit diesen sogenannten Kombileistungen ergibt sich folgende Rechnung:

Kosten für Pflegekraft 1.900,00 Euro
Kosten für Pflegedienst, die von der Kasse bis max. 1.144 Euro übernommen werden (Pflegesachleistungen)800,80 Euro
./. jetzt noch zustehendes Pflegegeld./.    137,40 Euro
Eigenanteil für die Pflege von Herrn X1.762,60 Euro

 

Die Pflegekräfte aus Osteuropa in Kombination mit dem Pflegedienst ergeben hier folgende Rechnung:

  • Es stehen 1.144 Euro Pflegesachleistungen und 458 Euro Pflegegeld zur Verfügung
  • Der Pflegedienst kostet 800,80 Euro – dies sind 70% von 1.144 Euro
  • Nun stehen nicht mehr 100% Pflegegeld (458 Euro) zur Verfügung, sondern 30%
  • 30% aus 458 Euro sind 137,40 Euro

Wurde vom MDK keine Pflegebedürftigkeit festgestellt, so besteht auch keine Pflegestufe. Dann erhalten Sie, bzw. der Patient weder Pflegegeld noch Pflegesachleistungen.

Pflegekräfte aus Osteuropa und ihre Finanzierung

Bedeuten Pflegekräfte aus Osteuropa eine steuerliche Entlastung?

Werden Pflegekräfte aus Osteuropa über eine Vermittlungsagentur beschäftigt, so besteht die Möglichkeit, diese steuerlich geltend zu machen. Die Kosten werden hier entweder als „Außergewöhnliche Belastung“ oder als „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ angegeben.

Welche persönliche Möglichkeiten der steuerlichen Entlastung es durch eine Beschäftigung der Pflegekräfte gibt, kann hier nur pauschal gesagt werden. Hier ist es empfehlenswert, die individuelle Vorgehensweise mit Ihrem Steuerberater oder Finanzamt zu besprechen.

Wenn Sie Pflegekräfte beschäftigen, ist es wichtig, sämtliche Belege und Nachweise der Pflegekosten aufzubewahren. Nur so können Sie alle möglichen Kosten für Ihre Steuererklärung nachweisen.

Pflegekräfte aus Osteuropa als „Haushaltsnahe Dienstleistung“

Jeder einkommenssteuerpflichtige Steuerzahler darf haushaltsnahe Dienstleistungen bei seiner Steuererklärung geltend machen. Unter diese Regelung fallen normalerweise auch Pflegekräfte aus Osteuropa.

Hierzu dürfen Sie als Steuerzahler 20% der Dienstleistungsrechnung – jedoch maximal 4.000 Euro pro Jahr – als haushaltsnahe Dienstleistung ansetzen.

Im Falle von Frau X bedeutet dies folgendes:

  • 900 Euro pro Monat ergeben 22.800 Euro Kosten pro Jahr für die Pflegekräfte aus Osteuropa
  • Dies ergibt 20% als anrechnungsfähige Dienstleistung: 4.560 Euro
  • Der Höchstbetrag wird damit überschritten, 4.000 Euro werden daher als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt.

 

Pflegekräfte aus Osteuropa als „Außergewöhnliche Belastung“

Die Möglichkeit, Pflegekräfte aus Osteuropa als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung anzugeben, ist eine Alternative. Ob und wie diese Anrechnungsmöglichkeit eingesetzt wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die zumutbare Belastung liegt dabei zwischen 1% und 7% des Gesamtbetrages der Einkünfte. Dies hängt wiederum ab vom Familienstand.

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen für Pflegekräfte aus Osteuropa

Für Pflegekräfte aus Osteuropa und deren Beschäftigung ist es auch möglich, zusätzliche „Entlastungs- und Betreuungsangebote“ bei der Pflege- bzw. der Krankenkasse zu beantragen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) legt fest, in wie weit eine Einschränkung der persönlichen Alterskompetenz vorhanden ist. Seit 2015 können diese Leistungen nicht nur Demenzpatienten mit eingeschränkter Alltagskompetenz in Anspruch nehmen.

Die Finanzierung der Pflegekräfte bleibt größtenteils in den Händen der Pflegebedürftigen und deren Familien. Die finanzielle Unterstützung durch Kranken- und Pflegekassen ist hier nur begrenzt vorhanden.

Letztendlich bestimmt die Pflegebedürftigkeit, die räumlichen Begebenheiten sowie die persönlichen Umstände der Patienten, ob Pflegekräfte für die Unterstützung sinnvoll sind. Auch die Wünsche und Vorstellungen der Pflegebedürftigen spielen hier selbstverständlich eine große Rolle. So, wie nicht jeder seinen Lebensabend im Pflegeheim verbringen will, wünscht sich nicht jeder Patient Pflegekräfte und deren Betreuung im gewohnten häuslichen Umfeld.

 

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