Pflegenotstand

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Pflegenotstand in Deutschland – keine kurzfristige Lösung in Sicht

Auch wenn die Bundesagentur mit mehr oder minder großem Erfolg versucht, gegen den seit Jahren bestehenden Pflegenotstand in Deutschland anzukommen: Dieser ist in allen Bereichen immer stärker wahrnehmbar. Ob Klinik oder Pflegeheim, überall fehlen Fachkräfte. Das bestehende Personal ist durch den aktuellen Pflegenotstand überlastet. Wie Studien aufzeigen, leidet darunter die Arbeitsqualität oder es können Hygienestandards nicht mehr eingehalten werden. Es besteht gravierender Handlungsbedarf, um der aktuellen Entwicklung entgegen zu wirken.

Pflegenotstand

Bestehende Pflegekräfte leiden unter dem Pflegenotstand

Es sind immer wieder neue Gutachten, Studien und Tests, die es auf den Tisch bringen: Die aktuelle Entwicklung bedeutet einen immer größer werdenden Einschnitt in das Arbeits-Niveau deutscher Kliniken und Pflegedienstleister. Dieser Notstand macht nicht nur die Hygiene und die Patientenversorgung zum Problem. Auch die bestehenden Pflegekräfte leiden darunter. Der enorme Druck, der auf jeder einzelnen Pflegefachkraft lastet, zehrt an deren Nerven. Mehr Krankheitsfälle innerhalb der Arbeitnehmerschaft sind die Folge.

Bisherige Reformen gegen den Pflegenotstand

Durchgeführte Reformen gegen den Pflegenotstand brachten nicht den gewünschten Erfolg. Eingeführte und aktualisierte Bewertungssysteme, um die Qualität von Kliniken oder Pflegeeinrichtungen offen zu legen, werden meist als zu wenig differenziert wahrgenommen. Sie geben keine ausreichenden Informationen für Kunden oder Angehörige. Und auch wenn die Qualitäts-Bewertung die Hygieneproblematik und den Fachkräftemangel innerhalb einer Pflegeeinrichtung offen legt – dem Kampf gegen den eigentlichen Mangel ist damit nicht geholfen!

Ausländische Pflegekräfte

Eine weitere Strategie gegen den Pflegenotstand verfolgt die Bundesagentur für Arbeit. Sie kooperiert mit Arbeitsverwaltungen von Tunesien, Serbien oder den Philippinen. Hier werden qualifizierte Pflegekräfte geworben. Sie werden weiter ausgebildet und lernen Deutsch für den Einsatz in den Pflegeeinrichtungen der Bundesrepublik. Zeitgleich gibt es Informationsveranstaltungen und Jobbörsen in EU-Ländern. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in Griechenland, Spanien oder Portugal wird hier gezielt nach Pflegekräften gesucht, um den Bedarf in Deutschland decken zu können. Auch diese Strategie wird den gravierenden Pflegenotstand nur ansatzweise beheben.

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Ausbildungsreform

Mit der geplanten Ausbildungsreform innerhalb der Pflegeausbildung wird das Problem aus einer völlig anderen Richtung bekämpft. Die aktuell bestehenden Ausbildungsberufe – Altenpfleger, Krankenpfleger und Kinderkrankenpfleger – werden zu einer einheitlichen Pflegeausbildung samt Spezialisierung zusammengefasst. Die damit erreichte Durchlässigkeit des Pflegeberufes soll dessen Attraktivität erhöhen. Kritiker dieser Reform befürchten, dass der Pfleger der Zukunft zu wenig spezialisiert sein könnte.

Pflegestellenförderprogramm gegen den Pflegenotstand

Das Bundesgesundheitsministerium will im Zuge der Krankenhausreform Abhilfe schaffen. Zwischen 2016 und 2018 sieht das Pflegestellenförderprogramm bis zu 660 Millionen Euro vor, um ausschließlich den Pflegenotstand der „Pflege am Bett“ zu bekämpfen. Dabei müssen rund zehn Prozent der Personalkosten durch die Krankenhäuser selbst finanziert werden. Mit dieser Förderung können – so die Aussage des Bundesministeriums – etwa 6350 neue Stellen geschaffen werden. Diese Zahl klingt sehr erfolgversprechend, um dem Pflegenotstand ein Stück weit entgegen zu treten. Gerechnet auf die bestehenden 2000 deutschen Kliniken bedeutet diese Zahl jedoch nur jeweils drei neue Pflegekräfte pro Klinik zusätzlich. Damit ist der Pflegenotstand nicht beendet.

Für die Bekämpfung der aktuellen Probleme gibt es kein Wundermittel für eine sofortige Lösung. Es gilt, den seit Jahren anhaltenden Pflegenotstand von vielen Seiten und mit der nötigen Geduld anzugehen. Letztendlich müssen auch die Krankenkassen – und der Patient selbst – bereit sein, mehr Geld für die Pflegeleistungen ausgeben, um das erwartete Leistungs- und Hygieneniveau im Pflegebereich zu erhalten.

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