Hausarzt

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Der Hausarzt – wichtiger Ansprechpartner bei der Pflege von alten Menschen

Oft reicht bei Problemen in der häuslichen Pflege der Griff zum Telefon um den Hausarzt zu konsultieren. Die Telefonnummer des oft seit Jahrzehnten behandelnden Hausarztes und das anschließende Gespräch mit diesem kann Schwierigkeiten häufig schon im Vorfeld begegnen. Warum? Weil es beruhigend für Angehörige (und pflegebedürftigen Senioren) ist, dass da jemand ist, dem sie vertrauen und der sie in allen Fragen der Pflege und Gesundheit kompetent berät.

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Die Funktion eines Hausarztes wird oft unterschätzt

Dabei ist er ein sehr wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Bereich der häuslichen Pflege.

 Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem folgende Tätigkeiten:

  • Er stellt Überweisungen aus (z.B. zu Fachärzten oder in ein Krankenhaus);
  • arbeitet mit nichtärztlichen Fachdiensten und Einrichtungen zusammen;
  • fungiert als erster Ansprechpartner für Angehörige, die einen Menschen zuhause pflegen
  • und berät und unterstützt im Umgang mit Behörden oder in sozialrechtlichen Angelegenheiten.

Da ein Hausarzt häufig auch Hausbesuche tätigt, kann er gut beurteilen, ob die Pflege zuhause ausreichend ist bzw. die Versorgung der alten Menschen gewährleistet ist. Er erkennt beispielsweise sofort, ob ein pflegebedürftiger Mensch vielleicht seine Medikamente nicht mehr einnimmt oder mangelnde hygienische Verhältnisse herrschen. Genauso weiß er (normalerweise) um das Netzwerk der Unterstützung, die bei den Senioren gegeben ist – also den persönlichen Hilfen für jeden Einzelnen. Wenn jemand ein Medikament benötigt, verschreibt er es und bespricht dies mit seinen Patienten und den Angehörigen.  

Manchmal kommt er dabei leider auch mit selbstmordgefährdeten Senioren in Kontakt – es ist erwiesen, dass ca. 80 Prozent der 70-jährigen Patienten einmal im Quartal bei ihm behandelt werden.  Manche von ihnen tragen sich dabei mit dem Gedanken, ihr Leben beenden zu wollen.

Ältere Menschen leiden sehr häufig an vielfältigen Problemen und Belastungen und haben deshalb ein erhöhtes Risiko für Selbstmordgefährdung.

Die möglichen Ursachen sind vielfältig:

  • Körperliche Faktoren (z.B. Chronischer Schmerz, Bewegungseinschränkungen, Sturz oder Sturzangst usw.)
  • Psychische Faktoren (z.B. Depressionen, Demenz usw.)
  • Soziale Faktoren (z.B. Verlust des langjährigen Ehepartners, Konflikte bei der Pflege usw.)

Die Betroffenen fangen dann zu grübeln an, geben gewohnte Interessen und Aktivitäten auf oder ziehen sich aus zwischenmenschlichen Beziehungen zurück. Manchmal kündigen sie eine Selbstmordabsicht auch an (z.B. mit den Worten „Es hat doch alles keinen Sinn mehr“ oder „Es wäre besser, wenn es mich nicht mehr gäbe“). Wenn die Angehörigen hellhörig sind und diese Aussagen ernst nehmen, wenden sie sich häufig zunächst an den Hausarzt, der die Betroffenen schon lange kennt und behandelt.

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Um dem schlimmsten Fall gegenzusteuern, muss der Hausarzt nach dem Anruf der Angehörigen rechtzeitig reagieren. Als erstes wird er den Patienten aufsuchen und versuchen, zu ihm eine Beziehung herzustellen, um einschätzen zu können, wie der Zustand des alten Menschen ist. Der Patient darf und soll dabei über seine Absichten und Gedanken offen sprechen können. Häufig wird der Arzt dann versuchen, die Situation etwas zu entspannen (z.B. durch Verschreibung eines entsprechenden Medikamentes). Weiterhin wird er gemeinsam mit der Familie und dem alten Menschen einen konkreten Plan aufstellen, die der Suizidgefährdung entgegen wirkt (z.B. Behandlungsplan, Einbindung von externen Hilfesystemen usw.). Am Ende fasst der Arzt das Gespräch noch einmal für alle Beteiligten zusammen und vermittelt den Blick in eine positivere Zukunft.

Gottseidank ist der Hausarzt eher selten mit solch dramatischen Fragen konfrontiert. Oft genug gehören zu seinem Alltag auch nur ganz einfache Fragen wie z.B. „Herr Doktor, an welcher Stelle und wie herum wird das Morphium-Pflaster am besten aufgeklebt?“ – die ganze Bandbreite einer hausärztlichen Versorgung eben.

 

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