Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege – was genau ist das und wo ist der Unterschied?

Jetzt im Sommer, wo wieder die Urlaubszeit naht, machen sich viele Angehörige Gedanken, wie sie eine gute Versorgung ihrer pflegebedürftigen Familienmitglieder während ihrer Abwesenheit gewährleisten können. Hier gibt es zwei sich anbietende Möglichkeiten: Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege.

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Die Kurzzeitpflege

Die Kurzeitpflege kann in Anspruch genommen werden, wenn der Pflegebedürftige von der Pflegekasse eine Pflegestufe anerkannt bekommen hat.  Dies gilt auch für Personen mit der Pflegestufe 0 – mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (z.B. bei Demenzerkrankung). Eine Kurzzeitpflege findet vollstationär statt – also in Pflege- oder Seniorenheimen. In der Leistung enthalten sind die komplette Pflege, die soziale Betreuung und eventuell notwendige medizinische Behandlungen. Tagessätze für Unterkunft und Verpflegung (die von den Pflegebedürftigen selbst finanziert werden müssen) kommen hinzu. Bei Beziehern von Pflegegeld wird die Hälfte des Pflegegeldes während der Kurzzeitpflege (bis zu acht Wochen) weitergezahlt. Der Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege beträgt pro Jahr 1612 Euro. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit diesen Betrag aus nicht in Anspruch genommenen Leistungen der Verhinderungspflege um 1612 Euro pro Jahr aufzustocken – also max. 3224 Euro pro Jahr (Zeitraum für die Kurzzeitpflege anstatt ursprünglich 4 dann für max. 8 Wochen).

Wann können Leistungen der Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden?

  1. In Krisensituationen z.B.:
  • wenn sich der Pflegeaufwand bzw. die Pflegebedürftigkeit plötzlich enorm verschlechtert und es notwendig wird, dass Fachkräfte die Pflege übernehmen
  • wenn ein Angehöriger plötzlich krank wird und sich nicht mehr um den Pflegebedürftigen kümmern kann
  • bei Urlaubsreisen von Angehörigen – damit die pflegerische Versorgung gewährleistet ist
  • wenn herausgefunden werden muss, ob der Pflegebedürftige dauerhaft in einer Einrichtung untergebracht werden soll
  • für Wartezeiten bis ein passender Platz in einer Einrichtung gefunden ist.
  1. Für die Zeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung:
  • Wenn der pflegebedürftige Mensch nach einer Krankenhausbehandlung noch nicht in der Lage ist, sich wieder selbst zu versorgen
  • Wenn Fachkräfte sich um die Nachsorge kümmern müssen
  • Wenn Angehörige Organisatorisches unternehmen müssen, um einen Aufenthalt in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen (z.B. Pflegedienst organisieren; Umbaumaßnahmen usw.)

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege (finanzielle Leistung: max. 1612 Euro pro Jahr) können Angehörige einer pflegebedürftigen Person ebenso in Anspruch nehmen – wenn sie z.B. in den Urlaub fahren oder durch eine Erkrankung an der Pflege gehindert sind. Die Kosten der Ersatzpflege werden durch die Pflegekasse bis max. 6 Wochen im Jahr übernommen.  Die Verhinderungspflege kann man auch stundenweise in Anspruch nehmen. Verhinderungspflege wird nicht auf die Kurzzeitpflege angerechnet, d.h. es kann in einem Jahr beides getrennt voneinander in Anspruch genommen werden. Ergänzend dazu ist es möglich, bis zu 806 Euro aus den noch nicht verwendeten Mitteln der Kurzzeitpflege für die Verhinderungspflege zu verwenden (Gesamt: max. 2418 Euro jährlich).

Wo unterscheiden sich Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege?

Bei der Verhinderungspflege ist es Voraussetzung, dass die pflegebedürftige Person vor Inanspruchnahme der Leistung mind. 6 Monate zuhause gepflegt wurde. Bei der Kurzzeitpflege gibt es diese Vorfrist nicht. Hier wird lediglich eine Pflegestufe benötigt – dies kann sogar auch noch rückwirkend geschehen.

Beide Leistungen sind sinnvolle Instrumente, um Abwesenheitszeiten wie Urlaub der Angehörigen oder Krisensituationen abzudecken. Damit die Pflege auch gewährleistet ist, wenn ein Angehöriger einmal nicht so kann, wie er möchte.

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