Umgang mit Demenzkranken

Demenzkranken

Umgang mit Demenzkranken

Der Umgang mit Demenzkranken – Wie kann man mit Betroffenen leben?

Menschen, die einen Demenzkranken betreuen, haben eine herausfordernde Aufgabe. Die Demenz verändert nicht nur das Gedächtnis bzw. Denkvermögen des Betroffenen, sondern auch das Wesen. Dies macht das Zusammenleben mitunter schwierig. Mit Fortschreiten der Krankheit verlieren die Demenzkranken häufig die Fähigkeit, sich zu beherrschen, wenn sie wütend sind. Auch andere Gemütsäußerungen z.B. Angst, Verzweiflung usw. können nur schwer kontrolliert werden, aus diesem Grund kommen Menschen, die Demenzkranke betreuen, leider manchmal auch mit Aggressionen in Berührung.

Trotzdem kümmern sich zwei Drittel der betroffenen Familienangehörigen selbst zuhause um die Erkrankten und schenken ihnen Liebe, Zuneigung und ihre ganze Aufmerksamkeit. Dabei gibt es oftmals wiederkehrende Fragestellungen und Probleme, für die es gute Tipps gibt und die das Zusammenleben erleichtern können:

Wie kann ich den Kranken dazu bewegen, zum Arzt zu gehen?

Zumindest einmal monatlich sollte ein Arztbesuch beim Hausarzt eingeplant werden. Demenzkranke können ihre Beschwerden häufig selbst nicht wahrnehmen oder sich mitteilen, deswegen liegt es in der Verantwortung der Angehörigen, für einen guten Gesundheitszustand zu sorgen. Viele Demenzkranke haben jedoch Probleme damit, zum Arzt gehen zu müssen. Sie fühlen sich oft aufgrund ihrer Defizite bloßgestellt und dem Arzt ausgeliefert. Weiterhin kommt dazu natürlich noch die Angst vor schmerzhaften Untersuchungen.

Wichtig ist hier, vor allem das Vertrauen des Betroffenen zu gewinnen und ihm zu erklären, warum der Arzt aufgesucht wird (z.B. Überprüfung der Blutwerte usw.) Es muss dargelegt werden, dass dies nur eine Maßnahme der Fürsorge ist und keine Bevormundung darstellt. Die Angehörigen haben die Aufgabe, den Demenzkranken zu begleiten und ihm alle Vorgänge in der Arztpraxis zu erklären. So fühlt er sich sicherer in einer fremden Umgebung. Wenn dies alles nichts hilft und der Betroffene nicht bewegt werden kann, einen Arzt aufzusuchen, gibt es noch die Option, ihm zu erklären, dass man selbst einen Arzt aufsuchen muss und gerne eine Begleitperson (also den Demenzkranken) benötigt. Der Arzt sollte allerdings vorab in dieses Vorgehen eingeweiht werden, dann nicht den Demenzkranken, sondern den Familienangehörigen zunächst begrüßen und sich nach seinem Gesundheitszustand erkundigen. Und wenn der Demenzkranke dann schon einmal da ist, kann auch er untersucht werden. Natürlich ist dieses Vorgehen nicht optimal aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt, sollten sich Angehörige nicht scheuen, dieses in Anspruch zu nehmen.

Demenzkranken

Was mache ich, wenn ein Demenzkranker unbedingt noch Auto fahren will?

Oftmals ist es ein großes Problem, einem Menschen, der sein Leben lang mobil war, klarzumachen, dass er nun nicht mehr mit seinem Auto fahren darf. Da mit dem Fortschreiten der Krankheit die Fähigkeit verloren geht, ein Fahrzeug sicher im Straßenverkehr zu führen, ist es jedoch sinnvoll, dies zu unterlassen. Es gibt ein paar Tipps, wie man den Betroffenen am Autofahren hindern kann:

  • Klären Sie ihn offen über die Gefahren im Straßenverkehr auf
  • Bringen Sie den Betroffenen durch Ablenkung auf andere Gedanken
  • Bieten Sie ihm an, ihn selbst zu fahren
  • Lagern Sie den Autoschlüssel an einem Ort, an den der Betroffene nicht hinkann
  • Parken Sie das Auto an einem Ort, an dem der Demenzkranke es nicht sehen kann
  • Es gibt die Möglichkeit bei der Führerscheinstelle einen Test der Fahrtauglichkeit machen zu lassen – Verbote durch diese Einrichtung werden vielleicht eher akzeptiert als ein Verbot von Familienangehörigen
  • Nehmen Sie die Zündkerzen aus dem Fahrzeug, damit es nicht mehr Starten kann
  • Lassen Sie das Fahrzeug stillegen

Demenzkranken

Wie können Angstgefühle, die Demenzkranke oft haben, verringert werden?

Demenzkranke sind häufig mit vielerlei Angstgefühlen (z.B. Angst vor Alleinsein, Überforderung usw.) konfrontiert. Sie leben in einer Welt, in der sie die Dinge nicht mehr einordnen bzw. verstehen können. Erklärt man dem Kranken, dass er nichts zu befürchten hat, wird ihm das nicht helfen, weil er die Erklärung nicht versteht. Besser ist es, den Angehörigen in einer Angstsituation zu beruhigen bzw. abzulenken. Durch einige einfache Maßnahmen ist es möglich, Menschen zumindest ein wenig Sicherheit und Orientierung zu vermitteln:

  • Alte Bilder, bekannte Musik, verschiedene Erinnerungsdokumente geben den Kranken das Gefühl von Vertrautheit und sorgen für Entspannung
  • Ein geregelter Tagesablauf mit festen Zeiten und immer wiederkehrenden Ritualen fördert das Sicherheitsgefühl des Kranken
  • Der Betroffene darf im Umgang nicht überfordert werden. Die Toilette oder andere wichtige Orte können z.B. durch Bilder gekennzeichnet werden, damit sich der Betroffene besser zurechtfindet
  • Das Nutzen von Tagespflegeeinrichtungen ist eine gute Möglichkeit, die soziale Isolation des Kranken zu verhindern
  • Alles Neue (z.B. neue Wohnungseinrichtung, Fernseher usw.) sollte vermieden werden – es verwirrt den Kranken und macht ihm vielleicht Angst
  • Wirken Sie beruhigend auf den Kranken ein, wenn er sich Sorgen macht
  • Lassen Sie den Kranken nicht alleine das Haus verlassen sondern gehen sie mit ihm

Unbestritten ist es keine leichte Aufgabe, sich um einen Demenzkranken Menschen zu kümmern. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen kann jedoch das Zusammenleben zumindest angenehmer gestaltet werden. Weitere Informationen können z.B. die Alzheimer Gesellschaft oder zahlreiche Internetportale geben. Viele Betroffene suchen auch Unterstützung und Entlastung durch eine 24 Stunden Pflege im Zuhause des Demenzkranken.

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