Inkontinenz
Inkontinenz

02 Jan Inkontinenz

Wenn die Blase nicht mehr dicht hält: Inkontinenz

Schätzungsweise bis zu acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an dem Unvermögen, Stuhl oder Harn willentlich zurückzuhalten. Die Dunkelziffer ist noch viel höher, da die Betroffenen nicht selten ein großes Schamgefühl haben, ihr Problem offen zuzugeben. Oft ist Inkontinenz dann Ursache für psychische Probleme (z.B. Depressionen) – weil die Lebensqualität der Menschen sich durch die Symptome stark einschränkt. Viele ziehen sich zurück und leiden an Isolation und Einsamkeit, sie verlassen aus Scham ihre häusliche Umgebung nicht mehr und vertrauen sich niemandem an.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Inkontinenz. Sehr häufig ist dies für Angehörige von Pflegebedürftigen der Grund, diese ins Altenheim zu geben. Dies muss allerdings nicht sein, denn es gibt auch die Möglichkeit der Pflege im eigenen Zuhause durch eine Pflegekraft aus Polen. Fordern Sie einfach ein unverbindliches Angebot an!

Inkontinenz

Was können die Betroffenen bzw. pflegenden Personen selbst tun?

Ausreichend Trinken

Sehr wichtig ist es, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Eine gut gefüllte Blase trainiert im Normalfall auch die Muskulatur. Ist sie nur ungenügend gefüllt, verringert sich das Fassungsvermögen der Blase immer mehr. Das wiederum verschlimmert die Inkontinenz. Pflegende Angehörige bzw. Pflegekräfte sollten deshalb darauf achten, dem alten Menschen immer ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung zu stellen und ihn zum Trinken zu animieren (ca. 1,5 – 2 Liter pro Tag).

Tragen von bequemer Kleidung

Bei Inkontinenz schaffen es die Betroffenen oft nicht schnell genug auf die Toilette bzw. können sich der Kleidung nicht in der erforderlichen Zeit entledigen, um sich zu erleichtern. Das Tragen von bequemer Kleidung, die ohne größere Probleme herunterzuziehen ist, ist sinnvoll.

Hilfe annehmen

Oft erreichen die Betroffenen die Toilette nicht rechtzeitig, weil sie nicht mobil genug sind. Hier ist es gut, wenn die pflegenden Angehörigen bzw. Bezugspersonen in der Nähe sind und beim Toilettengang begleiten bzw. den alten Menschen unterstützen können.

Die Blase trainieren

Das Kontinenztraining hat zum Ziel, einen individuellen optimalen Rhythmus für den Toilettengang zu finden – und zwar, bevor der eigentliche Harndrang einsetzt. Die Pflegenden sollten die Senioren regelmäßig zum Wasserlassen auffordern, selbst wenn kein Bedürfnis danach besteht. Beginnen sollte man das Ganze morgens vor dem Frühstück und dann alle zwei Stunden. Führt man dieses strikte Training einige Wochen durch, kann sich der Körper des alten Menschen daran gewöhnen, zur vorgegebenen Zeit Wasser zu lassen. Danach kann der Zeitplan dahingehend gelockert werden, dass die Toilette nur noch alle drei bis vier Stunden aufgesucht wird.

Beckenbodentraining

Der Physiotherapeut ist der richtige Ansprechpartner für ein Beckenbodentraining. Der Beckenboden stützt die Organe im Unterleib und steuert den Verschlussmechanismus von Blase und After. Wenn Betroffene durch An- und Entspannung dies gezielt üben, wird die Muskulatur des Beckenbodens gestärkt und der Inkontinenz begegnet. Verordnen kann dieses Training der Arzt. Es gibt auch Bücher oder Broschüren mit Übungen, die die Pflegenden mit den betroffenen Senioren selbst durchführen können.

Reduzieren von Übergewicht

Leider ist es so, dass Übergewicht eine Blasenschwäche noch begünstigen kann, da die Blase größerem Druck ausgesetzt ist. Sinnvoll ist hier eine ausgewogene Ernährung und gegebenenfalls eine Ernährungsberatung. Pflegende Angehörige bzw. Bezugspersonen können z.B. bei der Kranken- oder Pflegekasse nachfragen und sich Unterstützung holen.

Beratungen wahrnehmen

Im Sanitätsfachhandel gibt es verschiedene Hilfsmittel, die bei Inkontinenz eingesetzt werden können (z.B. Analtampons, Einlagen, Windelhosen usw.). Diese gelten als medizinische Hilfsmittel und können vom Hausarzt verordnet werden. Weiterhin können Einmalhandschuhe, Waschlappen oder Duftöle den Alltag mit Inkontinenz etwas angenehmer gestalten.

Wichtig ist es, offen zu sprechen, sich zu informieren und Unterstützung einzufordern. Dann ist ein erfülltes Leben ohne Scham auch trotz der Diagnose Inkontinenz gut möglich.

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